{"id":1271,"date":"2019-06-14T11:12:20","date_gmt":"2019-06-14T09:12:20","guid":{"rendered":"https:\/\/vocella.de\/?p=1271"},"modified":"2019-06-14T11:12:20","modified_gmt":"2019-06-14T09:12:20","slug":"tenuta-di-castellaro-bianco-pomice","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vocella.de\/index.php\/weine\/weissweine\/tenuta-di-castellaro-bianco-pomice\/","title":{"rendered":"Tenuta di Castellaro \u2013 Bianco Pomice"},"content":{"rendered":"<p>Vor einiger Zeit hatte ich bereits \u00fcber den <a href=\"https:\/\/vocella.de\/index.php\/2018\/11\/22\/tenuta-di-castellaro-nero-ossidiana\/\">Nero Ossidiana<\/a> der Tenuta di Castellaro berichtet. Ich will mich eigentlich nicht wiederholen, muss aber nochmals kurz die Gegebenheiten schildern, die auch f\u00fcr den Pomice gelten.<br \/>\nDie Tenuta die Castellaro wurde vom Unternehmer Massimo Lentsch unter der F\u00fchrung des Konsortiums \u201ei Vigneri\u201c quasi neu zusammengestellt und steht heute beispielhaft f\u00fcr die Renaissance des Weinbaus auf den \u00e4olischen oder auch liparischen Inseln (n\u00f6rdlich von Sizilien). Auf insgesamt rund 8ha setzen die Betreiber ausschlie\u00dflich auf einheimische Rebsorten. Der Gro\u00dfteil der Fl\u00e4chen und auch das Gutsgeb\u00e4ude befinden sich auf der Hauptinsel Lipari. Auf teils spektakul\u00e4ren Lagen werden die Reben sehr dicht gepflanzt (9.000 Pflanzen pro Hektar). Teils kr\u00e4ftige Winde, hohe Tag-Nacht-Temperaturunterschiede und hohe Tagestemperaturen bieten klimatisch nicht ganz einfache Bedingungen, an welche die einheimischen Sorten aber seit Jahrhunderten gew\u00f6hnt und angepasst sind. Auf stark mit Mineralien und Spurenelementen angereichertem Bimsstein-Untergrund wachsen Corinto Nero, Nero d\u2018Avola, Malvasia und Carricante auf sehr kleinen Parzellen auf etwa 350m \u00fcber Meeresh\u00f6he, gezogen ausschlie\u00dflich im buschigen Albarello-Stil.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1274\" data-permalink=\"https:\/\/vocella.de\/index.php\/weine\/weissweine\/tenuta-di-castellaro-bianco-pomice\/attachment\/pomice-bottle\/\" data-orig-file=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/pomice-bottle.jpg\" data-orig-size=\"250,713\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Tenuta di Castellaro Bianco Pomice\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/pomice-bottle-210x600.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/pomice-bottle.jpg\" class=\"alignright wp-image-1274 size-full\" src=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/pomice-bottle.jpg\" alt=\"Tenuta di Castellaro Bianco Pomice\" width=\"250\" height=\"713\" srcset=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/pomice-bottle.jpg 250w, https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/pomice-bottle-77x220.jpg 77w, https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/pomice-bottle-210x600.jpg 210w, https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/pomice-bottle-105x300.jpg 105w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Im Pomice finden 60% Malvasia di Lipari und 40% Carricante Verwendung. In Europa firmieren unter dem Namen Malvasia etliche Rebsorten, die aber nur teilweise identisch sind. Dank neueren genetischen Untersuchungen kann man das heute etwas eingrenzen. Die Malvasia di Lipari findet man noch unter anderen Namen auf Sardinien, Spanien und Portugal (Madeira). Im Regelfall wird aus der Malvasia ein S\u00fc\u00dfwein hergestellt. Die Tenuta di Castellaro produziert auch einen solchen, im Pomice wird sie aber \u201enormal\u201c eingesetzt.<\/p>\n<p>Durch die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Standortbedingungen auf den liparischen Inseln und durch eine fr\u00fche Ernte verf\u00fcgt die Malvasia hier nicht \u00fcber so viel S\u00fc\u00dfe und zeigt eher blumige Noten. Ein kr\u00e4ftiger Gegenpart ist aber dennoch vonn\u00f6ten. Diesen bietet in optimaler Form die Carricante. Die Carricante liefert sehr herbe und saure Trauben, die f\u00fcr sizilianische Verh\u00e4ltnisse sehr sp\u00e4t geerntet werden, um noch m\u00f6glichst viel S\u00e4ure abzubauen. Neben dezenten Fruchtaromen bringt sie vor allen Dingen Frische und S\u00e4ure in das Cuve\u00e9 ein.<\/p>\n<p>Stark mit Mineralien und Spurenelementen angereicherte B\u00f6den, salzige Luft, gro\u00dfe Tag-Nacht-Temeperaturunterschiede und zwei charakterlich sehr unterschiedliche Reben \u2013 beste Voraussetzungen f\u00fcr einen extrem spannenden Wein.<br \/>\nDie beiden Sorten werden zeitlich versetzt von Hand geerntet, vorsichtig gepresst und getrennt voneinander weiter verarbeitet. Die Malvasia-Maische darf in Stahltanks g\u00e4ren, die Carricante in schon bereits mehrfach benutzten Barrique, jeweils bei kontrolliert niedriger Temperatur. In beiden F\u00e4llen wird \u201eau b\u00e2tonnage\u201c gearbeitet, d.h. die Maische wird in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden ger\u00fchrt. Das soll den Wein weicher und runder machen. Nach der \u201eHochzeit\u201c und Abf\u00fcllung der beiden Sorten landet der Pomice mit 12,5% Vol. f\u00fcr weitere sechs Monate in der Flasche.<\/p>\n<p>Hell strohgelb, fast golden, dreht der Pomice im Glas. In der Nase dominieren fruchtige Aromen wie Pfirsisch, Ananas und Apfel neben blumigen Kr\u00e4uteraromen wie Kamille. Es stellt sich sodann ein \u00fcberaus fruchtiges Aromenspiel im Mund ein. Pfirsich, reife Birne, Orange und Limone, begleitet von einer dezenten frischen Mineralik. Die mineralischen Noten kommen im Abgang noch deutlicher zum Tragen, was den Gesamteindruck wieder ins Gleichgewicht bringt. Die S\u00e4ure nimmt sich beim Pomice etwas zur\u00fcck. Ein Hauch mehr k\u00f6nnte nicht schaden. Das ist aber eine d\u00fcnne Grenze, weil sonst sehr schnell die luftigen leichten Fruchteindr\u00fccke zerst\u00f6rt w\u00fcrden. Insgesamt zeigt sich der Pomice als ausdrucksstark und sehr individuell. Freunde aromenstarker mediterraner Weine werden ihre Freude haben. Das ist Aroma und Terroir-Repr\u00e4sentanz pur.<br \/>\nLeider ist der Pomice noch nicht \u00fcber viele Vertriebskan\u00e4le erh\u00e4ltlich, aber die Anh\u00e4ngerschaft der liparischen Weine w\u00e4chst.<\/p>\n<ul>\n<li>Tenuta di Castellaro Pomice<\/li>\n<li>60% Malvasia di Lipari, 40% Carricante<\/li>\n<li>12,5% Alkohol<\/li>\n<li>Tenuta di Castellaro Srl , Lipari, Italien<\/li>\n<li>6 Monate Reifung \u201eau B\u00e2tonnage\u201c sowie 6 Monate Flaschenreife<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.tenutadicastellaro.it\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.tenutadicastellaro.it\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einiger Zeit hatte ich bereits \u00fcber den Nero Ossidiana der Tenuta di Castellaro berichtet. Ich will mich eigentlich nicht wiederholen, muss aber nochmals kurz die Gegebenheiten schildern, die auch f\u00fcr den Pomice gelten. 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