{"id":1603,"date":"2021-06-17T13:00:12","date_gmt":"2021-06-17T11:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/vocella.de\/?p=1603"},"modified":"2021-06-17T13:00:48","modified_gmt":"2021-06-17T11:00:48","slug":"mastroberardino-greco-di-tufo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vocella.de\/index.php\/weine\/weissweine\/mastroberardino-greco-di-tufo\/","title":{"rendered":"Mastroberardino Greco di Tufo DOCG"},"content":{"rendered":"<p>Die Greco di Tufo Rebe ist vermutlich eine der \u00e4ltesten noch erhaltenen historischen Rebsorten, die man in Italien findet. Der Wortteil \u201eGreco\u201c deutet schon auf die vermeintlich griechische Herkunft hin. Selbige sollen die Sorte im 7. oder 8. Jahrhundert vor Christi Geburt in Italien eingef\u00fchrt haben. Nat\u00fcrlich ist das alles nicht belegbar. Fest steht nur die Greco di Tufo wird nachweislich seit mehreren hundert Jahren in der Region Kampanien angebaut. Dar\u00fcber hinaus findet man sie heute auch noch in Apulien sowie kleinere Fl\u00e4chen in der Toskana, dem Molise und Ligurien. Sp\u00e4t reifend, mittel ertragreich und relativ anf\u00e4llig f\u00fcr Mehltau ist sie nicht gerade des Winzers Liebling, was den Anbau angeht. Daf\u00fcr entsch\u00e4digt sie mit mineralischem und vollmundigem Charakter, der sich nicht nur im reinsortigen Greco di Tufo wiederfindet, sondern auch in etlichen Cuve\u00e9s, wie z.B. den DOCs Capri DOC, Sannio, Irpinia oder auch zahlreichen IGTs der Region.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1605\" data-permalink=\"https:\/\/vocella.de\/index.php\/weine\/weissweine\/mastroberardino-greco-di-tufo\/attachment\/mastroberardino_heritage_greco-di-tufo\/\" data-orig-file=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mastroberardino_heritage_greco-di-tufo.png\" data-orig-size=\"300,809\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Mastroberardino Greco di Tufo\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mastroberardino_heritage_greco-di-tufo-222x600.png\" data-large-file=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mastroberardino_heritage_greco-di-tufo.png\" class=\"alignright size-medium wp-image-1605\" src=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mastroberardino_heritage_greco-di-tufo-222x600.png\" alt=\"Mastroberardino Greco di Tufo\" width=\"222\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mastroberardino_heritage_greco-di-tufo-222x600.png 222w, https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mastroberardino_heritage_greco-di-tufo-111x300.png 111w, https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mastroberardino_heritage_greco-di-tufo.png 300w\" sizes=\"(max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/>Dabei w\u00e4re es der Greco di Tufo, wie so vielen anderen alten Sorten auch, mit der <a title=\"Die Rebsorten des Valpolicella\" href=\"https:\/\/vocella.de\/index.php\/rebsorten\/die-rebsorten-des-valpolicella\/\">Reblaus-Krise<\/a> und den Wirren und Zerst\u00f6rungen des ersten Weltkrieges fast an den Kragen gegangen. So widerstand der Gro\u00dfvater des heutigen Chefs von Mastroberardino der Versuchung, ertragreichere und popul\u00e4rere Sorten einzuf\u00fchren, wie es z.B. in Teilen der Toskana nach der Reblaus-Krise passiert ist. Antonio Mastroberardino setzte weiter voll auf die regionalen alten Sorten (Greco di Tufo, Falanghina, Aglianico, Fiano), was sich allerdings erst richtig in den letzten rund 20 Jahren auszahlen sollte, in denen die DOCGs und DOCs der Region Kampanien national wie international an Renommee gewannen.<\/p>\n<p>Heute produziert Mastroberardino auf 17 unterschiedlichen G\u00fctern 25 verschiedene Weine, darunter nat\u00fcrlich alle Flaggschiffe Kampaniens, wie z.B. den Taurasi DOCG, Fiano di Avellino DOCG und eben auch den Greco di Tufo DOCG. Letzteren produziert Mastroberardino in drei Fassungen: dem Nova Serra, der von der Cru-Lage Montefusco stammt und als der Top-Greco des Winzers gilt, dem hier besprochenen Greco di Tufo aus der \u201eHeritage\u201c-Linie, sowie dem Stilema Greco di Tufo.<\/p>\n<p>Die Trauben des aktuell verkosteten Weines stammen aus der N\u00e4he von Irpinia vom Gut \u201eTenute di Tufo e Petruro Irpino\u201c. Dort werden sie auf ca. 450m \u00fcber Meeresh\u00f6he in S\u00fcd-Ost-Ausrichtung auf lehmigen, kalkhaltigen Untergrund angebaut. Sie wachsen in einem Guyot-System mit einer \u00fcberh\u00e4ngenden Spaliererg\u00e4nzung, welche f\u00fcr ausreichend Schatten sorgt. Geerntet wird von Hand in der zweiten Oktoberh\u00e4lfte. Vergoren wird im Nieder-Temperatur-Verfahren f\u00fcr 20 Tage. Danach darf der Wein noch 6 Monate in der Flasche reifen bevor er in den Verkauf geht.<\/p>\n<p>Aktuell habe ich den 2020er Jahrgang verkostet, der sehr hell strohgelb und klar im Glas liegt. In der Nase dominieren leichte Fruchtnoten nach Birne und Aprikose und dezente Zitrusnoten sowie leichte Ankl\u00e4nge an Kamille. Bei der Ankunft im Mundraum dominieren noch die Fruchtnoten nach Birne und Aprikose. Vollends angekommen werden die Fruchtnoten getragen von einer sch\u00f6nen deutlichen Mineralik und feinen S\u00e4urespitzen, welche die Geschmacksknospen weiter f\u00fcr die Aromatik \u00f6ffnen. Eigentlich ein einfach produzierter Wein, der sich aber in einer tollen Struktur pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Gek\u00fchlt genossen fantastisch, aber auch in meiner Nagelprobe bei Zimmertemperatur getrunken, h\u00e4lt er die Struktur und verliert nicht die Aromen. Viele Wei\u00dfe dieser Preisklasse sind nur gek\u00fchlt genie\u00dfbar. Sobald sie warm werden zeigt sich oft der nicht so feine Charakter. Ein toller Essensbegleiter oder auch \u201eAllein-Genie\u00dfer\u201c. Der Greco di Tufo darf gerne jung genossen werden, aber eine Besonderheit der Greco di Tufo-Rebe ist eine gewisse Lagerf\u00e4higkeit der Weine. Als der vermutlich bekannteste Winzer Kampaniens ist Mastroberardino in vielen lokalen Handlungen und auch dem Online-Handel vertreten. Dieser Greco di Tufo wird meist f\u00fcr 10-13,- \u20ac gehandelt, was f\u00fcr einen Wein der h\u00f6chsten Qualit\u00e4tsstufe DOCG eigentlich ein Schn\u00e4ppchen darstellt.<\/p>\n<p><strong>Mastroberardino Greco di Tufo DOCG<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>100% Greco di Tufo<\/li>\n<li>12,5% Alkohol<\/li>\n<li>Irpinia, Kampanien, Italien<\/li>\n<li>Niedertemperatur-G\u00e4rung<\/li>\n<li>6 Monate Flaschenreifung<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/mastroberardino.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/mastroberardino.com\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Greco di Tufo Rebe ist vermutlich eine der \u00e4ltesten noch erhaltenen historischen Rebsorten, die man in Italien findet. Der Wortteil \u201eGreco\u201c deutet schon auf die vermeintlich griechische Herkunft hin. Selbige sollen die Sorte im 7. oder 8. 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