{"id":313,"date":"2016-06-07T23:10:48","date_gmt":"2016-06-07T21:10:48","guid":{"rendered":"https:\/\/vocella.de\/?p=313"},"modified":"2016-06-26T14:31:20","modified_gmt":"2016-06-26T12:31:20","slug":"zurueck-aus-dem-valpolicella","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vocella.de\/index.php\/allgemein\/zurueck-aus-dem-valpolicella\/","title":{"rendered":"Zur\u00fcck aus dem Valpolicella"},"content":{"rendered":"<p>Soeben zur\u00fcck vom ersten Trip des Jahres ins Valpolicella, m\u00f6chte ich kurz \u00fcber einige Stationen und Highlights der Kurzreise berichten.<\/p>\n<h3>Societ\u00e0 Agricola Piccoli Daniela \u2013 eine echte Neuentdeckung<\/h3>\n<p>Auf halber Strecke zwischen Verona und dem Herz des Classico-Gebietes liegt <a href=\"https:\/\/vocella.de\/index.php\/2016\/06\/26\/societa-agricola-piccoli-daniela\/\">Piccoli<\/a> auf der Spitze des Monte La Parte. In Sichtweite des traditionellen alten Firmensitzes wurde ein komplett neuer Weinkeller in den Fels \u201egefr\u00e4st\u201c. Im Vorfeld war mir Piccoli bereits wegen seines au\u00dfergew\u00f6hnlichen Designs aufgefallen. Die Liebe zum kreativen Detail und zur Kunst setzen sich im gesamten Marketing, welches von Veronica Tommasini geleitet wird, fort. Aber nicht nur das Marketing, auch die Weine konnten \u00fcberzeugen. Im Programm sind die Valpolicella-Klassiker Classico DOC, Ripasso, Superiore, Amarone, Recioto, sowie ein Rosso Veronese IGT und ein Rosato Spumante. Besonders hervorzustechen wussten der Amarone (dazu hier sp\u00e4ter mehr), der Recioto (ungew\u00f6hnlich) und der Spumante.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.piccoliwine.it\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.piccoliwine.it\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Azienda Agricola Falezze &#8211; ein Besuch bei alten Freunden<\/h3>\n<p>Ich war schon sehr gespannt auf die neuen Weine von Sofia und Luca Anselmi und auch wie der Neubau des Weinkellers voran geht. Der Bau hat leider keine so gro\u00dfen Qualit\u00e4tsspr\u00fcnge gemacht, der Wein um so mehr. Nachdem aus Qualit\u00e4tsgr\u00fcnden kein 2011er Amarone produziert wurde, war zun\u00e4chst die Entt\u00e4uschung gro\u00df, die sich aber schnell legte. Ich durfte exklusiv als erster au\u00dferhalb der Winzerfamilie den 2012er Amarone (ante prima) verkosten. Selbiger wurde erst kurz zuvor nach der Fassreife auf Flaschen gezogen und muss jetzt noch fast ein Jahr in der Flasche reifen. Dieses eine Jahr wird er auch noch brauchen, aber er ist bereits jetzt extrem vielversprechend. Ebenfalls vor seiner Zeit gekostet wurde der 2012er Ripasso und der 2012er Superiore. Letzterer schl\u00e4gt etliche mir bekannte Amarone aus dem Feld: Starke Fruchtaromen bei 15% vol., sehr gut balancierte Gerbs\u00e4uren und ein toller langer Abgang.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.falezze.it\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.falezze.it\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Antolini Pier Paolo e Stefano<\/h3>\n<p>Antolini liegt im westlichsten Teil (Prognol, Marano) des Classico-Gebietes und baut die orts\u00fcblichen Klassiker an. Produziert werden zwischen 50-70.000 Flaschen aus rund 10ha Anbaufl\u00e4che. Man beachte die deutlichen Unterschiede im Produktionsverh\u00e4ltnis z.B. zu Piccoli.<\/p>\n<p>Bemerkenswert waren die zwei Amarone (C\u00e0 Coato &amp; Mor\u00f3pio ), die von unterschiedlichen H\u00fcgeln mit komplett anderem Terroir stammen und in Frucht- und Aromacharakteristik kaum unterschiedlicher sein k\u00f6nnten, denen aber meiner Meinung nach, zwei weitere Jahre im Fass gut getan h\u00e4tten. Spannend bei Antolini ist die Herangehensweise beim Fassausbau. Dort werden nicht nur Eiche, sondern auch Kastanie, Kirsche und Maulbeerbaum verwendet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.antolinivini.it\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.antolinivini.it\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Azienda Agricola Accordini Stefano<\/h3>\n<p>Im Herzen des Classico-Gebietes, auf dem Gebiet der Gemeinde Fumane gelegen, z\u00e4hlt Accordini mit rund 300.000 Flaschen zu den gr\u00f6\u00dferen Betrieben. Ich hatte, entgegen meinen sonstigen Gepflogenheiten, die kostenpflichtige (14,- \u20ac) Verkostung gebucht, da dort ein Rundgang durch den Weinberg und eine die Weinverkostung begleitende Verk\u00f6stigung angeboten wurde. Was f\u00fcr ein Reinfall! Der Rundgang durch den Weinberg entfiel kommentarlos, der Rundgang durch die Produktion war ordentlich, die Weinverkostung seltsam. Uns wurden vier Weine nebst K\u00e4se und Salami auf den Tisch gestellt und wir wurden alsdann mit einer Infobrosch\u00fcre \u00fcber die Weine allein gelassen. Die Weine (Classico, Ripasso, Amarone, Recioto, auf Nachfrage auch der zweite Amarone) waren ordentlich, boten aber bis auf den Classico (6,- \u20ac \/ Flasche) ein m\u00e4\u00dfiges bis schlechtes Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.accordinistefano.it\/\">http:\/\/www.accordinistefano.it\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Speri Viticoltori &#8211; eigentlich ein Muss<\/h3>\n<p>Kein Besuch im Valpolicella, ohne bei Speri vorbei zu schauen. Selbst wenn es keine gro\u00dfen Neuigkeiten oder enorme Qualit\u00e4tsspr\u00fcnge zu vermelden gibt, f\u00fcr eine schnelle Degustation des aktuellen Jahrgangs und das Auff\u00fcllen der Speri-Best\u00e4nde ist immer Zeit. Immerhin sah ich nun die neuen Probier- und Verkaufsr\u00e4ume das erste Mal. Sch\u00f6n ist es geworden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.speri.com\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.speri.com\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>In der Gastronomie<\/h3>\n<p>Nat\u00fcrlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, gut zu speisen in den Tagen in Italien. Viele Restaurants dort haben einfach ein h\u00f6heres Niveau als in Deutschland. Einige dieser Restaurants gehobenen Standards h\u00e4tten hier vermutlich Sterne-Status und w\u00e4ren hier zudem unbezahlbar<\/p>\n<p>So haben wir auch in der Gastronomie wieder zwei sch\u00f6ne Weine entdecken d\u00fcrfen, die mir zwar nicht v\u00f6llig unbekannt waren, aber bis dato noch nicht verkostet wurden:<\/p>\n<p><em>Amarone Classico Monte Ca\u00b4Bianca 2011 von Lorenzo Begali<\/em><\/p>\n<p><em>Amarone Classico Riserva 2011 von Caterina Zardini (Campagnola)<\/em><\/p>\n<p>Beide Weing\u00fcter sind definitiv Kandidaten f\u00fcr einen der n\u00e4chsten Besuche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soeben zur\u00fcck vom ersten Trip des Jahres ins Valpolicella, m\u00f6chte ich kurz \u00fcber einige Stationen und Highlights der Kurzreise berichten. 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