{"id":436,"date":"2016-10-24T21:02:44","date_gmt":"2016-10-24T19:02:44","guid":{"rendered":"https:\/\/vocella.de\/?p=436"},"modified":"2016-10-25T09:48:20","modified_gmt":"2016-10-25T07:48:20","slug":"die-wege-zum-wein-oder-wie-sag-ichs-meinem-haendler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vocella.de\/index.php\/allgemein\/die-wege-zum-wein-oder-wie-sag-ichs-meinem-haendler\/","title":{"rendered":"Die Wege zum Wein oder \u201eWie sag&#8216; ichs&#8216; meinem H\u00e4ndler\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\u201eAls ob ich nicht w\u00fcsste wo ich meinen Wein kaufe!\u201c mag so mancher bei einem Artikel \u00fcber Einkaufsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr italienische Weine denken. Nicht v\u00f6llig zu Unrecht, kann doch fast jeder mit Hilfe von Google und einem dort gefundenen Online-Shop viele Kandidaten finden und kaufen. Nichtsdestotrotz ist eine kleine \u00dcbersicht f\u00fcr manchen sicher eine Hilfe, insbesondere wenn ich an einige meiner Lieblingswinzer denke, deren Vertriebswege nicht immer nach Deutschland reichen.<\/p>\n<p><strong>Der Klassiker: der\/die H\u00e4ndler vor Ort<\/strong><br \/>\nIn jeder gr\u00f6\u00dferen Stadt wird es einen Weinh\u00e4ndler geben, der zumindest ein Mindestangebot an italienischen Weinen sein eigen nennt. Wenn nicht direkt vor Ort, dann doch in der n\u00e4chstgr\u00f6\u00dferen Stadt. Wenn ich aber das Wort Mindestangebot h\u00f6re, bekomme ich schon Schnappatmung. Im Regelfall ist Italien gegen\u00fcber den deutschen Weinen und den Franzosen unterrepr\u00e4sentiert. Innerhalb des italienischen Angebotes ist das Valpolicella zumeist, wenn \u00fcberhaupt, nur mit einem Amarone oder bei einem guten Angebot sogar mit einem Ripasso oder einem Superiore vertreten. Bei einem wirklich breiten Angebot sogar von mehr als einem Winzer. Dann h\u00f6rt es aber schon auf. Ein guter H\u00e4ndler wird sich auf Nachfrage vielleicht erkundigen, ob der gew\u00fcnschte Wein f\u00fcr ihn verf\u00fcgbar ist, aber das d\u00fcrfte wirklich die Ausnahme sein. Aber vielleicht reicht der vom H\u00e4ndler empfohlene Amarone\/Ripasso\/Superiore ja schon zum &#8222;Anfixen&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Der Weinberater bei Ihnen zu Hause<\/strong><br \/>\nMan kennt das Prinzip von Vorwerk oder Tupper. Direkter Vertrieb des Produzenten ohne Zwischenh\u00e4ndler mit Event-Charakter (Stichwort Tupper-Party). \u00c4hnlich funktioniert das mit entsprechenden Weinh\u00e4ndlern. Die produzieren zwar nicht selbst, aber sie lassen, h\u00e4ufig exklusiv, f\u00fcr sich produzieren und abf\u00fcllen. Der regional zust\u00e4ndige Weinberater kommt dann zu euch nach Haus und stellt euch und euren Freunden mittels Verkostung verschiedene Weine vor. Ein anschlie\u00dfender Kauf ist kein Muss, wird aber, wie man sich denken kann, sehr gerne gesehen. \u00dcber diese Schiene kommt ihr nat\u00fcrlich nicht an spezifische Wunschweine, aber bei einem guten Weinberater und entsprechend genauer Abstimmung im Vorfeld entdeckt man schon gelegentlich einen spannenden Tropfen und bei einer netten Runde kommt auch der Spa\u00df nicht zu kurz.<\/p>\n<p><strong>Online-Shopping<\/strong><br \/>\nEin weites Feld. Viele der gro\u00dfen und bekannten Winzer aus dem Valpolicella haben ihre Vertriebswege so breit aufgestellt, dass sie immer auch in einem oder mehreren Online-Shops aus Deutschland vertreten sind. Bei den nicht ganz so gro\u00dfen muss man schon etwas Gl\u00fcck haben, aber es gibt einige sehr kompetente und r\u00fchrige Online-H\u00e4ndler, die sich auf italienische Weine spezialisiert haben und dort entsprechend auch weniger bekannte Winzer f\u00fchren. Ja, in der Tat, es existieren Online-Shops, die sich nach Qualit\u00e4t richten. Auch ich kaufe mehr oder weniger regelm\u00e4\u00dfig bei einigen Online-H\u00e4ndlern, um den Nachschub zu decken. Nat\u00fcrlich gibt es mehr Winzer, die NICHT \u00fcber den Online-Handel abgedeckt sind als umgekehrt. Das ist immer der erste Check, wenn ich einen neuen Winzer entdeckt habe. Der zweite Check ist der Preis. Hier muss man h\u00f6llisch aufpassen, denn bei einigen Weinen werden im Online-Handel heftige Aufschl\u00e4ge erhoben. Meistens dann, wenn der betroffene Wein nur bei diesem einen Shop zu bestellen ist. Eine gute Anlaufstelle f\u00fcr den Preisvergleich bzw. die Online-Verf\u00fcgbarkeit ist <a href=\"http:\/\/wein.cc\">wein.cc<\/a>. Dort kann man \u00fcber das Portal oder die App \u00fcberpr\u00fcfen, ob und falls ja wo ein Wein oder Winzer \u00fcber das Netz zu erhalten sind.<\/p>\n<p><strong>Winzer Direktvertrieb<\/strong><br \/>\nEinige Winzer bieten die M\u00f6glichkeit des Direktvertriebs. Entweder wie der k\u00fcrzlich besprochene Winzer <a href=\"https:\/\/vocella.de\/index.php\/2016\/09\/26\/azienda-agricola-manara-tradition-qualitaet\/\">Manara<\/a> \u00fcber eine Shop-Initiative mehrerer Winzer oder aber \u00fcber eine direkte Bestellung via Telefon oder E-Mail. Letzteres ist selten, aber gerade kleinere Winzer, die noch \u00fcber kein Vertriebsnetz in Deutschland verf\u00fcgen, machen das ganz gern. In beiden F\u00e4llen gilt es nat\u00fcrlich, die Versandkosten im Auge zu behalten. Wenn man sich mit einigen Freunden oder Bekannten zusammenschlie\u00dft und ein paar Kisten mehr bestellt, fallen die Versandkosten nicht so ins Gewicht. F\u00fcr Weine vom italienischen Festland, die per Spedition versendet werden, sind die Kosten meist ehedem nicht so hoch und sogar f\u00fcr Weine aus Sizilien oder Sardinien ist das bezahlbar. Zumal, wenn man durch den Direktverkauf einen guten Preis erh\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>Einkaufsgemeinschaften<\/strong><br \/>\nApropos mit Freunden zusammenschlie\u00dfen.\u00a0 Diese Idee hatten auch schon andere und das auf professioneller Ebene. Vor einigen Jahren haben sich einige renommierte deutsche Wein-Blogger und Sommeliers entschlossen, ihre Lieblingsweine, die sonst nicht oder kaum \u00fcber den Handel zu erhalten waren, in einem gemeinsamen Online-Shop anzubieten. Unter <a href=\"http:\/\/www.vipino.de\">vipino.de<\/a> findet man so manche Rarit\u00e4t und die Qualit\u00e4t der Empfehlung d\u00fcrfte \u00fcber jeden Zweifel erhaben sein, genauso wie die g\u00fcnstigen Preise.<\/p>\n<p><strong>Vor Ort-Einkauf<\/strong><br \/>\nWer gerne reist und auch gerne Wein trinkt, wird das nach M\u00f6glichkeit auch gerne verbinden. Wenn man die M\u00f6glichkeit hat, bei einem Winzerbesuch auch Weine zu kaufen und selbige auch wieder nach Hause transportieren kann sollte das unbedingt tun, denn fast immer zahlt man vor Ort die g\u00fcnstigsten Preise. Ich habe diese Erfahrung oft gemacht und bis auf eine unr\u00fchmliche Ausnahme waren die vor-Ort-Preise sehr g\u00fcnstig. Wenn man z.B. nur einige wenige Flaschen Classico kaufen m\u00f6chte ist eine Einsparung von 20 oder 30% pro Flasche vielleicht nicht so sensationell, aber schaut euch mal die Amaronepreise an, die online verlangt werden. Da sind bei mehreren Kisten Wein bei einer Tour schnell deutliche Summen eingespart. \u00dcber den Genuss- und Erlebnisfaktor bei einer vor-Ort-Verkostung muss ich keine Worte mehr verschwenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAls ob ich nicht w\u00fcsste wo ich meinen Wein kaufe!\u201c mag so mancher bei einem Artikel \u00fcber Einkaufsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr italienische Weine denken. 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