{"id":849,"date":"2018-03-05T23:20:30","date_gmt":"2018-03-05T22:20:30","guid":{"rendered":"https:\/\/vocella.de\/?p=849"},"modified":"2021-01-13T16:40:00","modified_gmt":"2021-01-13T15:40:00","slug":"monte-dall-ora-amarone-della-valpolicella-docg-stropa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vocella.de\/index.php\/weine\/rotweine\/amarone\/monte-dall-ora-amarone-della-valpolicella-docg-stropa\/","title":{"rendered":"Monte dall\u2018 Ora Amarone della Valpolicella &#8211; Stropa"},"content":{"rendered":"<p class=\"western\">Ich habe schon eine Menge Wein verkostet und getrunken. Insbesondere den Weinen aus dem Valpolicella galt und gilt mein Hauptaugenmerk und zuvorderst nat\u00fcrlich dem Amarone. Sein Erfolg der letzten Jahre ist Fluch und Segen zugleich. Fluch, weil eine Menge Amarones auf den Markt kommen, deren Winzer eher die Exportm\u00e4rkte im Hinterkopf haben. Segen, weil durch die weltweit gro\u00dfe Nachfrage und die dadurch akzeptierten hohen Preise auch Winzer und Weine eine Chance bekommen, die bei weitaus geringerer Popularit\u00e4t der Region wohl nicht wirtschaftlich erfolgreich existieren k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"western\">Einer dieser Kandidaten ist der Amarone von <a title=\"Bio-Weingut Azienda Agricola Monte Dall\u2018 Ora\" href=\"https:\/\/vocella.de\/index.php\/winzer\/bio-weingut-azienda-agricola-monte-dall-ora\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Monte Dall\u2018 Ora<\/a> \u2013 der Stropa. Meine Vorliebe f\u00fcr Bio-Winzer und f\u00fcr familiengef\u00fchrte kleinere Betriebe hatte mich in die N\u00e4he von Castelrotto gef\u00fchrt. Als im Laufe der Besichtigung auch die Preise zur Sprache kamen, habe ich beim Stropa zun\u00e4chst eine Augenbraue nach oben gezogen. 75,- \u20ac f\u00fcr eine Flasche Wein, selbst f\u00fcr einen Amarone, sind selbst heutzutage nicht selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p class=\"western\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"854\" data-permalink=\"https:\/\/vocella.de\/index.php\/weine\/rotweine\/amarone\/monte-dall-ora-amarone-della-valpolicella-docg-stropa\/attachment\/monte-dall-ora-stropa\/\" data-orig-file=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/monte-dall-ora-stropa.jpg\" data-orig-size=\"960,3070\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Monte Dall&#8216; Ora Stropa\" data-image-description=\"&lt;p&gt;Monte Dall&#8216; Ora Stropa&lt;\/p&gt;\n\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/monte-dall-ora-stropa-188x600.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/monte-dall-ora-stropa-400x1280.jpg\" class=\"alignright size-medium wp-image-854\" src=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/monte-dall-ora-stropa-188x600.jpg\" alt=\"Monte Dall' Ora Stropa\" width=\"188\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/monte-dall-ora-stropa-188x600.jpg 188w, https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/monte-dall-ora-stropa-69x220.jpg 69w, https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/monte-dall-ora-stropa-300x959.jpg 300w, https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/monte-dall-ora-stropa-94x300.jpg 94w, https:\/\/vocella.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/monte-dall-ora-stropa.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/>Nun wage ich den Versuch, nein keiner Rechtfertigung, sondern eher einer entz\u00fcckten Huldigung, denn dieser Tropfen ist jeden verdammten Euro wert. S\u00e4mtliche Phasen der Entstehung, Verarbeitung und Reife stellen fast Alleinstellungsmerkmale dar, sind Ausdruck der Liebe zu Tradition, zur Region und zur Natur.<\/p>\n<p class=\"western\">Angefangen beim biodynamischen Anbau der Reben, der arbeitsintensiv ist und weniger \u201eOutput\u201c bringt als der konventionelle Anbau. Mit gr\u00f6\u00dfter Sorgfalt werden die Trauben f\u00fcr den Amarone selektiert und von Hand geerntet, damit nur ja keine unreifen oder schadhaften Beeren ihren Weg in den Wein finden. Verwendet werden nur die klassischen Sorten Corvina, Corvinone, Rondinella, Oseleta und Molinara. Die Trauben f\u00fcr den Stropa stammen von 50-70 Jahre alten Reben, die auf 150-200m H\u00f6he wachsen und vom warmen Wind des Gardasees (dem Ora) verw\u00f6hnt werden. Nach der Lese im Oktober trocknen die Trauben f\u00fcr 160 (!) Tage in traditionellen Holzkisten. Allesandra Zantedeschi und Carlo Venturini verzichten vollst\u00e4ndig auf die sonst \u00fcblichen flachen Kunststoffkisten. Es k\u00f6nnte sich ja eine irgendwie geartete \u00dcbertragung\/Abgabe von unnat\u00fcrlichen Stoffen oder Aromen ergeben. Auch wird nicht mit klimatisierten Trocknungsr\u00e4umen gearbeitet, sondern auf dem gut durchl\u00fcfteten Dachboden.<\/p>\n<p class=\"western\">Nach der Trocknung kommt Carlos pers\u00f6nliche Traubenpresse zum Einsatz \u2013 seine F\u00fc\u00dfe. Nach alter V\u00e4ter Sitte presst er die Trauben in Holzf\u00e4ssern. Ist der richtige \u201eMahlgrad\u201c erreicht, wird die Maische f\u00fcr 14-18 Tage der Spontanfermentierung \u00fcberlassen. Kein Zusatz von Hefen oder anderen Steuerungsstoffen. An dieser Stelle ist das biodynamische Arbeiten ein Segen. Erst durch den Verzicht auf Pestizide, Fungizide, Herbizide etc. etc. kann sich auf dem Gel\u00e4nde und damit auch im Keller eine Kulturvielfalt erhalten, die es erm\u00f6glicht, dass ausreichend nat\u00fcrliche Hefen an den Beeren landen, welche dann die G\u00e4rung ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Hat der vorl\u00e4ufige Wein den n\u00f6tigen Alkoholgehalt erreicht und stimmen alle Kriterien wird der Wein vorsichtig in gro\u00dfe Tonneuau umgepumpt. Hier reift der Amarone f\u00fcr drei Jahre, anschlie\u00dfend wird er in Flaschen abgef\u00fcllt und muss nochmals drei Jahre reifen bevor er in den Verkauf gelangt.<\/p>\n<p class=\"western\">Vor Ort und @home habe ich den Jahrgang 2009 verkosten d\u00fcrfen. Vor Ort nur kurz gel\u00fcftet und @home lange dekantiert, duftet der dunkel granatrot im Glas rollende Amarone eher fruchtig. Kirsche, Pflaume, Rosinen und Waldkr\u00e4uter dominieren in der Nase, begleitet von Nuancen von Pfeffer und dunkler Schokolade. Der Geschmack h\u00e4lt die Versprechungen. Die Fruchtaromen sind weiterhin vorhanden, getragen von feiner W\u00fcrze und S\u00e4ure. Dezente Tannine, die ich eher denke als schmecke. Die lange Fasslagerung dominiert nicht die Aromen, lediglich feine Ankl\u00e4nge an Vanille und Pfeifentabak lassen darauf schlie\u00dfen. Keines der Aromen sticht heraus, ein fein komponierter Wohlklang, aber doch alles in allem sehr intensiv. Ein runder, feinw\u00fcrziger Abgang, der lange nachklingt. Wow! Carlo der Kellermeister pfeift auf Trends und Moden, das ist Valpolicella pur! Ganz rein und ganz klar. Eine sehr klassische Ausrichtung, die man sonst nur noch bei den \u00e4lteren Spitzenprodukten von Bertani oder Quintarelli findet. Der Stropa muss diesen Vergleich nicht scheuen und in diesem Zusammenhang relativiert sich der Preis von 75,- auch deutlich. Mit dieser Meinung stehe ich nicht allein, der Stropa hat mittlerweile zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Auch die Damen und Herren von <a href=\"https:\/\/www.vipino-wein.de\/monte-dall-ora\/amarone-stropa\/a-2290\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vipino<\/a> waren begeistert und haben den Stropa nach Deutschland gebracht.<\/p>\n<ul>\n<li>Monte dall\u2018 Ora Amarone della Valpolicella DOCG &#8211; Stropa<\/li>\n<li>50% <a href=\"https:\/\/vocella.de\/index.php\/2017\/02\/15\/valpolicella-rebsorten-teil-1-corvina-veronese\/\">Corvina<\/a>, 20% <a href=\"https:\/\/vocella.de\/index.php\/2017\/02\/22\/valpolicella-rebsorten-teil-3-corvinone\/\">Corvinone<\/a>, 20% <a href=\"https:\/\/vocella.de\/index.php\/2017\/03\/15\/valpolicella-rebsorten-teil-4-molinara\/\">Molinara<\/a>, 10% <a href=\"https:\/\/vocella.de\/index.php\/2017\/02\/17\/valpolicella-rebsorten-teil-2-rondinella\/\">Rondinella<\/a> und <a href=\"https:\/\/vocella.de\/index.php\/2017\/04\/24\/valpolicella-rebsorten-teil-5-oseleta\/\">Oseleta<\/a>,<\/li>\n<li>16% Alkohol<\/li>\n<li>Castelrotto, Veneto, Italien<\/li>\n<li>160 Tage Trocknung, 36 Monate Fassreife, 36 Monate Flschenreife<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/montedallora.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/montedallora.com\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe schon eine Menge Wein verkostet und getrunken. 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