Suavia Le Rive

Suavia Le Rive Bianco Veronese IGT

Photo © by Suavia

Die Schwestern Tessari mit ihrem Weingut Suavia bauen ausschließlich die beiden Rebsorten Trebbiano und Garganega an. Diese aber in verschiedenen Qualitäts- bzw. Ausbaustufen. Der „Le Rive“ ist der Top-Garganega des Hauses. Tief im Soave-Classico-Gebiet gelegen, stammen die Trauben für den Le Rive nur von der Top-Lage „Fittà“ auf ca. 300 Metern Höhe.

Suavia Le RiveDie Reben wachsen in der Veroneser Pergola in Süd-Exposition. Die zu den Seiten ausladende Pergola schützt im Sommer die Trauben vor dem Verbrennen. Auf einem steilen Südhang auf 300m Höhe extrem wichtig. Der Untergrund besteht aus einer dünnen Lehm-Humus-Schicht. Darunter folgt eine dicke Schicht porösen roten Basaltgesteins vulkanischen Ursprungs. Die Reben, die hier wachsen sind rund 30 Jahre alt, also bereits bestens und tief verwurzelt. Wichtig für das Erreichen der Spurenelemente, welche schlussendlich für die Noten des „Terroir“ verantwortlich sind, und wichtig für die Wasserversorgung.

Aus derselben Lage wie der Le Rive stammt auch der Massifitti, der schon zeigte, dass hier Top-Voraussetzungen herrschen.

Diese guten Voraussetzungen werden nun mit akribischer Arbeit in fantastischen Wein umgesetzt. Die Garganega wird hier Ende Oktober (!), also überreif, von Hand geerntet und selektiert. Nach der sanften Pressung wird der Saft aufgeteilt. 30% wandern für ca. 20 Tag in große Eichenfässer, 70% in Stahltanks. Nach Ende der alkoholischen Gärung reift der Wein ebenfalls wieder im Verhältnis 30/70 unfiltriert für 15 Monate in Eichenfässern und Stahltanks. Es folgt die „Wieder-Vereinigung“ des Weines und eine zweite Reifung für 15 Monate im Stahltank. Erst danach erfolgt eine einfache Filtrierung vor der Flaschenabfüllung. In der Flasche schließlich reift der Le Rive für weitere 12 Monate.

Aktuell verkostet haben ich den 2016er Jahrgang des Le Rive. Der Name Le Rive ist eine Anspielung auf die kurvige und steile Hanglage. Hell strohgelb birnig mit goldigen „Blitzern“, rollt der dezent gelüftete Wein im Glas. Das Bouquet wird dominiert von Aprikose, Birne und Bergamotte, also eine sehr fruchtige Nase mit einer Ahnung von Säure.

Diese Ahnung findet sich deutlich auf der Zunge wieder. Auch hier Birne und leichte Aprikose, dazu Noten sehr reifer Frucht, aber auch frische Mandeln und Fenchel. Der Clou ist aber eine knackige Säure, die ich so von einem Garganega kaum kenne. Diese Säure, gepaart mit der schönen Mineralik sorgt auch für einen bleibenden Eindruck beim Abgang. Vollmundig, reich an Aromen und mit fast 14% Alkohol kein leichter Tropfen. Der Le Rive ist kein Essensbegleiter, er will im Mittelpunkt stehen und alleine genossen werden. Wer hätte das der Garganega zugetraut. Die exakte Arbeit im Keller und die extrem lange Reifezeit kommen voll zum Tragen.

Der Bezug stellt kein Problem dar, die Weine von Suavia sind mittlerweile bei zahlreichen Offline- wie Online-Shops erhältlich.

  • Suavia Le Rive Bianco Veronese IGT
  • 100% Garganega
  • 13,8% Alkohol
  • Soave, Venetien, Italien
  • Spontanfermentation
  • getrennte Gärung in Eiche und Stahltank
  • 15 Monate getrennte Reifung in Eiche und Stahltank
  • 15 Monate gemeinsame Reifung im Stahltank
  • 12 Monate Flaschenreifung
  • https://www.suavia.it/
Teilen mit:

Kommentar verfassen